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Google-Mitarbeiter entscheiden selber über ihre Reiseausgaben. Foto: Fotolia Momius

Google-Mitarbeiter entscheiden selber über ihre Reiseausgaben. Foto: Fotolia Momius

Einfach. Der Internet-Gigant stellt allen Mitarbeitern welche geschäftlich reisen müssen  ein Budget zur Verfügung, in dessen Rahmen sie buchen dürfen. Den Restbetrag dürfen sie teilweise behalten. Doch wie und warum machen die das?
Von „Open Booking“ ist erst seit wenigen Jahren die Rede. Google praktiziert diese Form des Travel Managements bereits seit 2008. „Damals war das noch kein Thema in der Branche“, sagt Google-Travel-Manager Darragh Ormsby bei der Business Travel Show in London. „Wir haben von Anfang an unseren Reisenden vertraut, dass sie auch ohne strenge Richtlinien den günstigsten Preis finden und diesen auswählen.“
Dabei erlaubt das US-Unternehmen die Buchung über sämtliche Kanäle und Webseiten. Frei gestellt ist den Mitarbeitern auch, ob sie die vereinbarten Firmenraten nutzen oder lieber andere Optionen. Der Clou: Wer unter dem festgelegten Reisebudget bleibt, darf die Hälfte des eingesparten Betrags behalten und diesen bei der nächsten Buchung für ein teureres Hotel einsetzen. Für die wichtigsten Reiseziele sind jeweils Budgets festgelegt – ansonsten gilt für Hotels die Obergrenze von umgerechnet 135 Euro pro Nacht. Laut Ormsby werden jedoch in fast 70 Prozent der Fälle die Corporate Rates genutzt; Reisebüropartner CWT darf nur bei komplexen Flügen um Hilfe gebeten werden.
Um das zugestandene Flugbudget zu definieren, berechnet Google jeweils den Durchschnittspreis aus den Angeboten der vorausgegangen zehn Tage, bezogen auf alle Airlines, welche die gewünschte Strecke bedienen. Die Frage der Reisesicherheit versucht das Portal zu lösen, indem es alle Reisenden verpflichtet, in einer speziellen Software ihre Reiseziele, Reisezeiten sowie Hotels und Airlines einzutragen. Probleme räumt Ormsby bei der Datenkonsolidierung ein – sie ist angesichts der Kanalvielfalt nicht möglich. „Wir können unseren Partnern bei den Ratenverhandlungen nur sehr ungefähre Volumina nennen. Damit hatte bislang aber niemand ein Problem.“
In den nächsten Monaten will Google sein Open-Booking-System modifizieren. Mit einer neu entwickelten App sollen die Reisenden auf die Schnelle alle Angebote vergleichen und das günstigste buchen können. Grund sei, dass sich vor allem Wenig-Reisende aufgrund der enormen Vielfalt der Angebote und Kanäle ein einfacheres und einheitliches System gewünscht hätten – auch um den Zeitauwand für eine Reisebuchung zu verringern. „Manch einer neigte bislang dazu, zum Hörer zu greifen und CWT anzurufen.“
Zudem will der IT-Riese künftig das Concur-System „Trip Link“ einsetzen: Reisende geben ihre Bonuskartennummern ein – etwa von Miles & More – und erhalten automatisch vom System die für sie individuell jeweils besten Preise genannt. Zusätzlich können sie so direkt Punkte sammeln. Concur bietet diese Methode beispielsweise für Avis, Starwood und Airbnb. www.biztravel.de

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