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Autovermietersprache

23. Februar 2017
Hat man seinen RTA gefunden, die IDL vorgelegt kann man für die Rental Period den Mietwagen nutzen

Hat man seinen RTA gefunden, die IDL vorgelegt kann man für die Rental Period den Mietwagen nutzen. Foto: Hoernig

Bei der Übernahme eines Mietwagens für die Urlaubsreise wünscht sich mancher Reisende ein Wörterbuch. Das hilft, die in der internationalen Autovermieter-Expertenwelt gebräuchlichen, für Kunden, die selten einen Leihwagen nehmen, aber oft erklärungsbedürftigen Abkürzungen und Begriffe zu verstehen. Hier einmal die  wichtigsten Formulierungen verständlich übersetzt.

Autovermieter-Latein:

Der „Driver“ wird von der Autovermietung im Mietvertrag ausdrücklich bevollmächtigt, das Mietfahrzeug zu führen. Hauptfahrer und zusätzliche Fahrer, zu finden unter „AD“ oder „ADD“ (Additional Driver), haben bei Anmietung ihren Führerschein vorgezeigt und die Fahrerlaubnis nachgewiesen. Expertentipp von Touristikdepesche: „Wer nicht als Fahrer eingetragen ist darf einen Mietwagen nicht fahren und ist nicht abgesichert.“ Also passiert etwas, wird es richtig teuer.

Am Urlaubsziel angekommen macht man sich auf die Suche nach dem „CTR“, dem Counter oder Schalter, des „RSA“ (Rental Sales Agent), also der Autovermietung. Wer über einen Broker wie Sunny Cars, Car del Mar, DERTOUR Cars usw.  bucht, findet Details zur Partnerautovermietung und wo diese am Flughafen zu finden ist auf dem Mietwagenvoucher. Entweder hat die lokale Autovermietung einen Schalter direkt im Flughafengebäude oder ein Bustransfer bzw. Shuttle-Bus bringt die Reisenden bequem in ein spezielles Mietwagen-Terminal. Wer sich ein Auto ins Hotel oder zu einem anderen Ort zustellen lässt sollte sich ans verabredete Zeitfenster halten und zur Sicherheit eine Mobilnummer o.ä. zur Erreichbarkeit angeben.

Mit „IDL“ oder „IDP“ wird der Internationale Führerschein, also die Fahrerlaubnis, abgekürzt. Die Ausstellung einer „International Driving License“ dauert etwa 4 Wochen und kann bei jeder Führerscheinstelle im zuständigen Straßenverkehrsamt beantragt werden. Im Vorteil sind alle, die bereits den neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat haben, sie erhalten den internationalen Führerschein sofort.

In den meisten Ländern müssen Fahrer mindestens 21 Jahre, manchmal auch 25 Jahre alt sein. Mit einer Gebühr, die „YOU“ (Young Driver Surcharge) abgekürzt wird, können junge Fahrer eine Versicherung abschließen und einen Mietwagen fahren. Autofahrer ab 65 Jahren sollten auf Angaben zum Höchstalter, Hinweise wie „Max. age“ oder mögliche Zusatzversicherungen achten.

Die Abkürzung „OWF” steht für One Way Fee, “VAL” für One-way rentals. Wenn ein Reisender sein Auto an einer Mietwagenstation abholt und an einer anderen abgibt ist das eine sogenannte Einwegmiete, auch wenn die Stationen in derselben Stadt sind. Für die Einwegmiete fällt in der Regel eine Gebühr an, die nicht im Mietpreis enthalten ist, sondern vor Ort bei der Autovermietung erhoben wird. Wie hoch ist abhängig von der Entfernung zwischen Abhol- und Rückgabestation. Unser Expertentipp: „Wenn Sie eine Einwegmiete planen, sollten Sie immer Gebühren mit in die Reiseplanung einkalkulieren. Und prüfen, ob Sie bei anderen Vermietern sparen können“.

Mit „CC“ wird Kreditkarte abgekürzt. Kaum eine Autovermietung erlaubt heute eine Fahrzeugübernahme ohne Hinterlegung einer Kreditkarte zur Absicherung. Reisende, die keine Kreditkarte besitzen, sollten sich erkundigen, ob es möglich ist, Barkaution zu hinterlegen oder die EC-Karte zu belasten. Auch wenn das Auto über einen Vermittler gebucht wurde: Kunden hinterlegen an der Mietwagenstation zur Sicherheit für die Autovermietung als Besitzer des Leihfahrzeugs eine Kaution. Diese wird entweder auf die Kreditkarte nur belegt oder nach der Reise wieder zurückgebucht. Wichtiges Detail: die Kreditkarte muss auf den Fahrernamen lauten. Touristikdepesche erklärt: „Im Falle eines Schadens behält der Autovermieter die Kaution als Selbstbehalt ein.
„Rental Period“ ist die Zeitspanne von Anmietung bis Rückgabe des Fahrzeugs. Ein Mietwagen-Buchungstag umfasst immer 24 Stunden, wenn Kunden also ihren Leihwagen am Samstag um 9 Uhr morgens abholen und eine Woche später um 19 Uhr zurückgeben, so ergibt das 8 Miettage. Bei einer Verlängerung der Mietzeit gilt immer der Zeitpunkt, der für die Rückgabe im Mietvertrag eingetragen ist.
Durch die Abkürzungen „AHC“ oder „OOH“ signalisiert die Autovermietung eine Anmietung außerhalb der regulären Öffnungszeiten (Out of Hours). Der Hinweis „MLA“ signalisiert, dass eine späte Ankunft möglich ist. Meist kann man den Mietwagen gegen eine Gebühr wie geplant übernehmen.
„Fuel“ oder „Gas“ sind die englischen Begriffe für Benzin, bei den „Fuel/Gas Options“ handelt es sich um die Tankregelung. Die Abkürzungen „FPO“ (Fuel Purchase Option) und „PGO“ (Prepaid Gas Option) bezeichnen eine im Voraus bezahlte Tankfüllung, das Mietfahrzeug kann mit leerem Tank abgegeben werden. Auch als Full to Empty oder „Übernahme mit vollem Tank/Abgabe mit leerem Tank“ gekennzeichnet. „Fuel Deposit“ ist eine Tankkaution zur Full-to-Full-Tankregelung: eine Tankfüllung wird bei Anmietung als Sicherheit belegt. Wird das Fahrzeug nicht vollbetankt zurückgegeben, behält die Autovermietung einen Anteil der Kaution ein. Autovermietungen bieten unterschiedliche Tankregelungen an. Der Expertentipp von Touristikdepesche lautet: „Lesen Sie sich die Tankbedingungen vor der Buchung genau durch. Falls Sie unsicher sind: Fragen Sie in Ihrem Reisebüro detailliert nach.“

Reisende sollten sich die Mietbedingungen ihres gebuchten Autos immer genau durchlesen und seine Bestandteile kennen. In vielen Rundum-Sorglos-Paketen der Vermieter sind sämtliche wichtigen Schutzleistungen enthalten: Kfz-Diebstahl- und Vollkaskoschutz mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung, eine erhöhte Haftpflichtdeckungssumme (mind. 2 Mio. Euro), unbegrenzte Kilometer, alle lokalen Steuern, sowie Flughafenbereitstellung und –gebühren. Vor Ort können Reisende bei der lokalen Autovermietung weitere Versicherungsleistungen buchen, auf dem Mietvertrag zu finden zum Beispiel als Insurance, Surcharge, Waiver, Cover, Protection oder Reduction. Mit den vielen Leistungen sind Urlauber rundum geschützt, deshalb sollten sich Reisende vor Ort am Mietwagenschalter beraten lassen und zusätzliche Versicherungen nur auswählen, wenn das persönliche Sicherheitsempfinden davon profitiert.

Und noch ein Tipp der Touristikdepesche: Lassen sie sich immer eine Offerte schriftlich vom Vermieter oder Reisebüro erstellen. Denn wenn einmal eine Leistung nicht gebucht wurde und vor Ort eine Zuzahlung notwendig und unumgänglich ist, dann können Sie die Differenz als Ersatz einfordern.

Quelle: www.cube.reisen-urlaubstipps.de

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